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zuletzt aktualisiert am Februar 17, 2008
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Der Therapeut - eine sehr gute Erklärung über die Arbeit eines Heilers
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Der Therapeut folgend findet Ihr eine wunderbare Erklärung über die Wichtigkeit des Einklanges von Gedanken, Worte und Taten, wenn man als Heiler tätig ist. Das folgende zitierte Buch können wir jeden empfehlen. Auszug aus dem Buch „Sai Baba spricht über Psychotherapie“ von Stephan Stepski-Doliwa im Govinda Sai Verlag Dieses Buch ist bei uns im Shop erhältlich und sehr zu empfehlen. Hier geht es zu: Wer sich als Therapeut betätigen will, muss ein Weiser, muss im Grunde erleuchtet sein. Er muss die Quelle, das gemeinsame Sein aller erreicht und das Göttliche in sich verwirklicht haben. Wer diese Attribute nicht hat, richtet schnell mehr Schaden an, als dass er hilft, geschweige denn heilt. Weil die meisten so genannten Therapeuten heutzutage weder selbst seelisch gesund noch erleuchtet sind, dauern die Therapien einerseits so lange und erreichen andererseits so wenig, wodurch das Leiden der Patienten in vielen Fällen überhaupt nicht gemildert, sondern häufig sogar vergrößert wird. Der Ruf der Psychotherapie ist infolgedessen immer noch sehr zweifelhaft, um nicht zu sagen schlecht. Die meisten Therapeuten stochern wie Blinde in der Psyche ihrer Patienten herum, weil sie im Grunde überhaupt nicht wissen, was sie suchen. So schrecklich es klingt, so ist es doch in vielen Fällen wahr: Sie suchen nicht primär die Heilung ihrer Patienten, sondern ihre eigene. Sie suchen Positives wie Wohlstand, Anerkennung, Ansehen und Anmut und landen schließlich bei der Anmaßung, weil sie am falschen Ort suchen. Ja, Anmut! Der Leser stolpert vielleicht über das Wort Anmut und denkt möglicherweise, ich hätte es gewählt, weil es gut in die Reihe der mit „A" beginnenden Wörter passt. Dem ist aber nicht so. Anmut ist eine typische Eigenschaft desjenigen, der sich gefunden hat. Denn Anmut ist eine ureigenste Eigenschaft des Absoluten - des Absoluten, das der Erleuchtete aufsucht, in sich findet und aus dem er schöpft. Anmut ist das Wesen von allem. Anerkennung. Ansehen und Anmut sollten Patienten in einer Therapie finden. Das heißt: Der Therapeut sollte ihnen helfen, das in sich aufzufinden, was in jedem ist und was er in sich selbst verwirklicht hat. Wie soll aber jemand etwas geben, was er nicht hat? Und was geschieht, wenn jemand dazu gezwungen ist, etwas zu geben, obwohl er es nicht besitzt" Im Falle des Therapeuten geschieht etwas besonders Problematisches: Er nimmt es von seinen Patienten, statt es den Patienten zu geben! Der Therapeut, der sich nicht gefunden, der die Ruhe des Absoluten nicht in sich verwirklicht hat, der nicht vom Schein zum Sein vorgedrungen ist, muss sich mit Schein umgeben. So wird er anmaßend. Und Anmaßung geht immer auf Kosten anderer. Der Anmaßende nimmt sich etwas, was ihm nicht zusteht. Der nicht verwirklichte Therapeut maßt sich eine Selbst-Sicherheit, eine Kompetenz an, die er überhaupt nicht hat. Nicht haben kann. Denn wie soll jemand selbstsicher sein, wenn er das Selbst in sich nicht gefunden, nicht verwirklicht hat`? Dieser Therapeut lebt deshalb in Maya, im Schein, in der Täuschung. Wozu gibt er dann aber Therapie? Die Antwort ist: Um sich selbst zu heilen. Das aber ist die größte Täuschung: Er gibt vor, Menschen helfen zu können, benutzt diese aber primär, um seine und nicht ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Kein Wunder, dass sich viele Patienten betrogen, nicht aber gut geführt fühlen. Diese Diskrepanz zwischen äußerem Schein („Ich hin Therapeut, ich weiß Bescheid!") und innerer Wirklichkeit („Wenn ich nur wüsste, wer ich bin, woher ich komme, wohin ich gehe!") zermürbt nicht nur die Patienten, sondern auch den Therapeuten. Er spürt, dass er nicht in der Wahrheit, nicht in seiner Mitte, nicht in seiner Kraft, nicht im Selbst gegründet ist. Er lebt mit einer Maske der angeblichen Selbst-Sicherheit, dabei ist ihm nichts weniger sicher als das Selbst. Diese Maske, mit deren Hilfe er versucht, sein Leben und das seiner Patienten in den Griff zu bekommen, ist einer der Hauptgründe für seine Schwäche, denn das, was er bräuchte, nämlich das Selbst, ist nicht durch Schein und Täuschung, sondern allein durch Wahrheit und ernsthafte Suche zu erreichen. Den Kern der Wahrheit bilden die wahren drei: Das Sein, das Bewusstsein und die Glückseligkeit. Und dieser Kern lässt jede Maske wie Wachs schmelzen. Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit suchen im Grunde sowohl der Therapeut als auch der Patient. Aber weder der eine noch der andere weiß, was er sucht. Manchmal weiß sogar keiner von ihnen, dass sie es suchen. Wer dies nicht weiß, ist aber nicht Therapeut, sondern selbst Patient. Und genau dies wäre für viele Therapeuten der erste entscheidende Schritt zum Selbst und damit zur Heilung: Wenn sie sehen würden, dass sie keine Therapeuten, sondern Patienten sind. Dies wäre deshalb so heilsam, weil es ihr falsches Selbst, nämlich ihr Ego, zerstörte. Und was geschieht, wenn das Ego vergeht? Es erscheint das Selbst. Mit anderen Worten: Für viele Therapeuten ist ihr Beruf das Falscheste, was sie für sich und andere tun können: Sie geben vor, anderen helfen zu wollen, doch in Wahrheit denken sie nur an ihre vordergründigen Interessen. So bauen sie immer mehr Ego auf, wodurch sie mehr und mehr von ihrer wahren Quelle abgeschnitten werden. Und zwangsläufig immer weniger helfen können. Das heißt: Je mehr Ego ein Therapeut hat, desto weniger ist er dort, wo er sein sollte, nämlich beim Selbst. Je eingebildeter er ist, je arroganter er auftritt, je mehr er in Wahrheit aus seinem Kopf statt aus seinem Herzen heraus denkt, redet und handelt, desto weiter ist er davon entfernt ein Therapeut geschweige denn ein guter Therapeut zu sein. Nur der kann ein Therapeut sein und wirklich anderen helfen, dessen Gedanken, Worte und Werke in Ein-Klang sind. Wer anders redet, als er denkt, wer anders handelt, als er redet, sollte sich selbst therapeutische Hilfe suchen-eine gute, wohlgemerkt! -und nicht sich und andere in der Unwahrheit verstricken. Dies ist der Maßstab für einen guten Therapeuten: Hat er das Selbst so weit erreicht, dass seine Gedanken, seine Worte und Werke eine Einheit bilden? Wie steht es mit der Offenheit seines Herzens? Wie respektvoll geht er mit sich und anderen um? Weiß er, wo seine und - vor allem - die Grenzen der Patienten sind? Weiß er, worauf es ankommt? Das bedeutet: Der Therapeut muss aus der Ruhe des Selbst heraus handeln und leben. Deshalb kann nur der ein wahrer Therapeut sein, der das Göttliche in sich gefunden hat. Damit kommen wir zu etwas Entscheidendem: Die heutige Therapie hat ihre Wurzeln in den Lehren Freuds. Welche Methode auch angewandt wird, wie sehr sie Freud direkt oder indirekt auch ablehnen mag, sie ist selbst in der Ablehnung auf ihn bezogen, mit ihm verbunden. Freud hat eine umfassende Lehre geschaffen, die keiner nach ihm so klar und so grundlegend formulierte. Obwohl Freud durch und durch integer war, hatte er, durch die Erfahrungen früherer Leben bedingt, seinen Zugang zum Göttlichen verloren. Freud konnte sich nicht auf Gott ausrichten. Freud konnte Gott nicht als die Quelle allen Seins - auch der so genannten Krankheit! - sehen. Er wollte Gott vermeiden, deshalb entwickelte er den Begriff der Libido, die er so umfassend, so allgemein umriss, dass sie einem Göttlichen Prinzip gleichkam. Freud missverstand aber den Sinn und Zweck von Therapie: Er suchte seelische Heilung, anstatt zu erkennen, dass er selbst Gott in einer verwahrlosten Welt suchte - und seine Patienten, siehe zum Beispiel den „Wolfsmann", das Gleiche taten. Freud erfand zwar eine geniale Technik, sie ging aber im Grunde völlig am Ziel vorbei. Denn der Mensch ist nicht auf Erden, um erfüllt die irdischen Freuden genießen zu können, sondern einzig und allein, um Gott zu verwirklichen. Weil Freud nicht auf Gott ausgerichtet war, konnte er sein Leben nicht zu Ende leben, sondern ließ sich eine tödliche Morphiumgabe verabreichen. In einer neuen Inkarnation musste er erleben, in welche Sackgasse seine Lehren führen. Ich werde etwas später näher darauf eingehen. Durch Gottes Gnade durfte er erkennen, dass außer Gott alles irreal ist. Und genau das ist es, was ein guter Therapeut erreichen sollte: Er sollte wissen, dass so genannte Krankheiten der Aufschrei des Selbst sind, des Selbst, das endlich einen neuen Weg einschlagen, das sich wieder mehr dem Göttlichen zuwenden, das sich verwirklichen will. Das ist der ganze Sinn aller Krankheiten. Einen anderen leibt es nicht. Und genau deshalb sterben Menschen an Krankheiten: Wenn das Selbst erkennt, dass die Sackgasse ohne Ausweg ist, dann zieht es die Leben spendenden Energien ab, und der Körper stirbt und verfällt. All dies muss der richtige Therapeut wissen. Man erkennt ihn an seiner Ruhe und seiner Güte, die er auch dadurch bekommt, dass er regelmäßig meditiert (Sai Baba spricht .zum Westen, 25.7.) und den Namen Gottes wiederholt (ebenda, 27.2.). Durch diese Haltung aktiviert der Therapeut ganz andere Energien in sich, fühlt sich als Werkzeug und findet gewöhnlich und ganz selbst-verständlich zu immer mehr Bescheidenheit. Und was ist nun das wahre Ziel des Therapeuten beziehungsweise der Therapie? Dies ist, wie gesagt, die Gottesverwirklichung. Und dies ist nichts anderes als die Selbstverwirklichung, das heißt das Finden der wahren, der eigenen Identität. Denn Gott ist nicht im fernen Himmel, sondern in dir, in deinem Herzen. Freud und viele seiner Schüler versuchten, diesen Mangel an grundlegender Ausrichtung durch große Kompetenz zu kompensieren. Viele so genannte spirituelle Therapeuten meinen heute andererseits, dass ein paar „gut platzierte" Stoßgebete eine fundierte therapeutische Ausbildung leicht ersetzen können. Das zeigt, dass sie weder von der Materie noch von sich noch von Gott die leiseste Ahnung haben. Der entscheidende Satz lautet „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!" Gott mag keine Faulpelze, keine Täuscher, keine Scheinheiligen, denn Gott ist die Wahrheit, und diese sind alle weit davon entfernt. Es ist deshalb unverantwortlich, dass manche Menschen meinen, sie könnten ohne jegliche fundierte Ausbildung, ohne weiter gehende Selbsterfahrung, ohne ausreichende Praxis und Supervision anderen helfen. Das ist Anmaßung! Wären sie auch nur annähernd bei Sinnen, würden sie sich zuerst selbst helfen - helfen lassen - und dann erkennen, dass sie noch nicht viel entwickelt haben, womit sie anderen wirklich helfen könnten. Ein großes Problem ist zum Beispiel die so genannte Phyllis-Krystal-Arbeit. Phyllis Krystal leistet hervorragende Arbeit, die ich kenne und führe. Sie ist aber mit so vielen Tätigkeiten und so viel Dienst am Nächsten beschäftigt, dass sie sich nicht auch noch um all das kümmern kann, was unter Verwendung ihres Namens getan wird. Viele haben überhaupt keine Ahnung von sich und von dem, was Phyllis Krystal wirklich tut, sie haben vielmehr gerade mal ein, zwei Seminare von ihr besucht und geben sich anschließend als Therapeuten aus! Und was tun sie? Sie stochern in der Psyche ihrer armen Patienten herum, ohne auch nur im Geringsten zu wissen, was sie da tun. Sie schicken immer wieder Stoßgebete an mich mit der Bitte oder gar Aufforderung, ich sollte im Grunde für sie die Therapie machen. Was sie tun, ist Missbrauch meiner Liebe und Fürsorge. Sie geben die Therapie, sie müssen deshalb hervorragende Fachkräfte sein. Es ist unverantwortlich, wenn ein Mensch sich in einer Schule vor eine Klasse stellt und immer wieder Gott bittet, ihm zu helfen, das Abc aufzusagen, weil er es nicht gelernt hat. In eine Schule, vor eine Klasse gehören nicht irgendwelche Menschen, sondern Lehrer. Und keiner kann sich Lehrer nennen, der nicht einmal das Abc beherrscht. Er ist kein Lehrer, sondern Schüler. Das Gleiche gilt für diese so genannten Therapeuten. Sie sind keine Therapeuten, sondern höchstens Patienten. Sie wollen aber keine Patienten sein, denn sie fürchten nichts mehr als die Therapie. Und weißt du, warum? Weil sie sich vor nichts mehr fürchten, als dass sie an einen Therapeuten geraten, der so schlecht ist wie sie. Beziehungsweise, dass sie zu einem guten Therapeuten kommen und erkennen, wie viel sie selbst noch aufzuarbeiten haben! Bemerkenswert ist noch, was geschieht, wenn ihre armen Patienten - vom Englischen patient, geduldig, denn geduldig müssen sie sein, um sich all dies bieten zu lassen! - in Kontakt mit ihren tiefer gehenden Konflikten kommen. Statt dass diese unfähigen Therapeuten ihre Patienten adäquat psychologisch begleiten und dann Konflikte aufarbeiten, traktieren sie sie mit Moral. Sie sagen ihnen, sie sollten dies und jenes tun und lassen, sie sollten sich anstrengen, sie sollten für andere da sein, sie sollten sich anständig benehmen und manch anderenQuatsch mehr. Natürlich vertrete ich durchaus Moral, Ethik und Disziplin. Man kann aber doch nicht von einem Fiebernden verlangen, er möge ordentlich seiner Arbeit nachkommen und bitte weder schwitzen noch frieren! Deshalb lautet die goldene Regel: Psychologie kann nicht ohne Spiritualität wirken. Und wenn Menschen seelisch geholfen werden soll, gehört zur Spiritualität eine fundierte psychologische Ausbildung. Beide Extreme entstehen aus dem Ego. Sie kommen zwar aus verschiedenen Richtungen, führen am Ende aber zum Gleichen: Der Patient bekommt weder durch pure Psychotherapie noch durch falsch verstandene Spiritualität wirkliche Hilfe. Deshalb ist es die erste Pflicht eines Therapeuten, eine ausgezeichnete fachliche Kompetenz zu erlangen, denn diese allein zeichnet ihn als Therapeuten aus - sonst könnte er auch ein gläubiger Schuster, Klempner, Chirurg oder gar Theologe sein. Sein Glaube macht ihn nicht zu einer kompetenten Fachkraft. sondern zu einem Menschen mit einer engen Beziehung zu Gott. Der Fehler vieler Menschen im Westen, die einen spirituellen Weg gehen, besteht darin, dass sie völlig missverstehen, was ich damit meine, wenn ich söge, sie sollten „Werkzeuge Gottes" sein. Sie denken, sie bräuchten nur fleißig zu beten, dann seien sie Werkzeuge Gottes, und Er würde dann den Rest schon machen! Weit gefehlt! Du kannst nur dadurch ein Werkzeug Gottes werden, dass du dich auf deinem Gebiet so gut qualifizierst wie irgend möglich. Bist du exzellent in deinem Beruf und verbindest dein fachliches Können mit einer tief gehenden Gläubigkeit und siehst nicht dich, sondern Gott als den Handelnden, dann bist du ein Werkzeug Gottes. | zurück zum Weisheiten Index |
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